Am 11.05. fand der erste Chortag des Sommersemesters 2024 statt. Jana Marie und Stephen beschreiben ihren allerersten Chortag bei Celebrate aus ihren Perspektive:

Jana Marie:
Unser erster Chortag in diesem Sommersemester begann an einem sonnigen Maitag mit den schon freudig erwarteten kreativen Einsing-Übungen. Spätestens nach "Dancing Queen" waren dann wirklich alle wach und gut gelaunt.
Wir Chortag-Neulinge wurden gebeten, aufzustehen und eine Zahl zwischen 1 und 50 zu nennen. Ich war am nächsten dran - und so lest ihr diesen Chor-Blog nun aus meiner Feder.

Mit "Evening Rise" und dem afrikanischen "Indodana", das ich immer noch im Ohr habe, während ich diese Zeilen schreibe, haben wir uns schon an das erste neue Stück herangetastet, bevor uns um 12:30 Uhr ein vielfältiges Mitbringbuffet in die Pause lockte.

Nach dieser Stärkung waren dann schon beim Geschirrspülen die sanften Harmonien von "Indodana" zu vernehmen, bevor das neue "Evening Rise" wiederholt wurde und wir uns "so excited" auf ein weiteres neues Stück stürzten.

Apropos stürzen: In der anschließenden Kaffeepause gab's einen freudigen Ansturm auf die mitgebrachten selbstgebackenen Kuchen und andere Leckereien. Wir stürzten uns also wieder auf's Buffet und sammelten Energie für den Nachmittag.

Nach der Pause probten wir "Drömmarna" und die "Cantina Band", versprachen uns zuverlässige Freundschaften mit "I'll be there for you" und - an dieser Stelle möchte ich die Worte der Chorleitung zu Papier bringen - "beendeten diesen glücklichen Tag mit 'Oh happy day'".

Stephen: 

Wir hätten uns keinen besseren Tag für den ersten Chortag des Chores (und meines) in diesem Jahr aussuchen können. Die Sonne schien und es wehte eine frische Brise. Die Vögel sangen und die ganze Natur schien lebendig und aktiv zu sein. Das bedeutete natürlich, dass wir den Rest des Tages drinnen verbringen würden. Die Zusammenkunft im RFZ war auch für einen Ausländer wie mich relativ einfach. Ich betrat erstmal den falschen Eingang und wurde freundlicherweise zum Seiteneingang umgeleitet, wo ich sofort den Rest des Chores fand, der sich für den Tag vorbereitete. Die Schuhe wurden ausgezogen, Snacks wurden arrangiert und alle tranken Kaffee, bevor wir die Feierlichkeiten mit einem Dehn- und Aufwärmtraining begannen, das mir Energie gab, um bereit zum Singen zu sein, obwohl ich keine Ahnung hatte, was genau die Wörter meinten! Der Rest des ersten Abschnitts war ein Durcheinander aus Liedern und deutschen Anweisungen. Rhythmen und Texte wurden eingehalten, Tonhöhen gesucht und manchmal sogar gefunden und alle schienen in bester Stimmung zu sein. Nach der 45-minütigen Mittagspause, in der sich die Chormitglieder ein köstliches Buffet teilten und verschiedene Gruppen über dies und das plauderten, setzten wir das schöne gemeinsame Gesangschaos fort. Wir haben uns in einigen unserer Stücke auf verschiedene Kombinationen der verschiedenen Stimmen konzentriert und insbesondere versucht, schlechte Tonhöhen und das gelegentliche zusätzliche „Gäng", das sich immer wieder einschlich, auszubügeln und die Bässe immer wieder hinter allen anderen zurückzulassen! Der letzte Abschnitt wurde durch eine kurze Kaffeepause unterbrochen, die sehr benötigt und geschätzt wurde. Wir sammelten uns mit neuer Energie und machten weiter mit ein paar weiteren Tempo- und Tonhöhenübungen, um zu versuchen, alle unsere aktuellen Songs in Ordnung zu bringen, bevor die gemeinsame Zeit des Tages dem Ende zuging. Obwohl ich durch sieben Stunden Gesang, Konzentration und Bewegung körperlich völlig erschöpft war, konnte ich die Fortschritte spüren, die wir in unserer gemeinsamen Zeit gemacht hatten, und freue mich auf den nächsten Chortag später in dieser Saison!

 

Abschlusskonzert Winter 2023/2024

Nach vielen anstrengenden, witzigen und manchmal kurz- und langatmigen Proben ist es endlich soweit. Das Publikum bekommt seinen Retro – Flash. In einer schönen Lautstärken – Steigerung werden die Besucher mit „Hymn“ in die 80er entführt. Von da aus geht es rockig weiter mit Killerqueen von der geilsten Queen ever, der Band Queen. Die Moderatoren Julia Müller und Stephanie Sonnabend führen gekonnt und witzig durch den Abend. Nach den 70ern geht es „zurück in die Zukunft“. Beim „Ozean“ fließen wahrscheinlich beim Publikum die Tränen. Der Bass freut sich nach gefühlt 20 Minuten „hm“ singen auf Text. Leider ist mit dem letztem Satz Piano angesagt. Also liebes lesendes Publikum. Ja der Bass war auch da.

Dann ist es Zeit für das 1. Solo. Eva singt „Nimm mich zurück“ von Anna Depenbusch. Es ist einfach fantastisch. Wir bleiben in der Gegenwart und die Frauen erklären mit einem augenzwinkern, was sie von Rassistischen, frauen- und homosexuellenfeindlichen Menschen hält: „F*** you“. Hoffentlich zeitlos. Neben der Gegenwartsmusik gibt es auch neu geschriebene Musik. So singt sich der Chor durch viele Phasen der Starwars – Mythologie zusammen mit der Cantina – Band. Und welches Lied danach? „Spielt den selben Song nochmal“. Ok, den Selben Song/ Refrain nochmal. Es geht danach zurück in die 2000er und zu Mr. Brightside, als Bass macht vor allem der Beginn mit dem Singen der Strophe Spaß. Danach brauchen wir wieder ein Solo. 4 Personen stehen im Parkplatzregen. Ein großartiges A – Capellastück. Mit Wellermen geht es nochmal aufs Wasser und mit I`ll be there for you verabschiedet sich Celebrate von der Bühne. Für mich auch ein schöner Tribut an Matthew Perry.

Die 2. Halbzeit ist dann einfach großartig. Mit Son of the Preacher – Man kommt das älteste Lied, was wir performten (1968). Dann geht es in die 70er und es wird die Dancing Queen besungen. Dann wird es andächtig mit Indodana. Dann schmettert Caro als Solo noch einmal wahnsinnig emotional „Gold von den Sternen“ raus. Nina begleitet sie dabei am Keyboard. Danach können wir Männer zeigen, was wir gelernt haben. Carry on, Wayward Son läuft einfach gut. Dann brauchen wir natürlich noch einen schnellen Gospel und wir sind plötzlich im „Battlefield“ von Gott. Danach schaffen wir es ein altes Märchen aus dem 19. Jahrhundert zu erneuern. Des Kaisers neue Kleider, wird durch eine wunderbares Stück dargeboten. Nach den alten Märchen, geht es zu den Hobbits. 8 Männer prosten sich bei einem grandiosen Solobeitrag mit Bierflaschen zu. Dazu singen sie auch noch wunderschön. Kurz vor einem altem Klassiker gibt es eines der spannendsten Bassstücke. In Blackparade aus den 2000ern hat der Bass die 1. ca. 2 Minuten fast nur die Hauptstimme. Es läuft gut. Nach großem Dank an viele Menschen steht mit „Oh Happy Day“ unser letztes Lied an. Vor allem die Vorsänger geben echt eine geile Performance ab.

Das Publikum feiert ausgelassen und so bekommt es noch ein paar Zugaben. Zuerst wird das Werbelied „Hungriges Lied“ geschmettert. Anschließend: „den Selben Song nochmal“. Und dann gibt es wie jedes Semester: Danke und auf Wiedersehen.

Das Wiedersehen in der 3. Halbzeit in der Pumpe wird dann wieder legendär. Es wird viel gegessen, getrunken, getanzt und geschnackt. Auch hier gibt es den Retro – Flash.

Georg Fischer

Auf der Road to Winterkonzert fand am 03.02. der zweite Chortag in diesem Semester statt. Dazu trafen wir uns bepackt mit Instrumenten und reichlich Verpflegung um 10 Uhr wie gehabt im Rostocker Freizeitzentrum. Nach einer kurzen Aufwärmphase ging es dann auch schon in den ersten Probenblock. Die allermeisten Lieder liefen auch schon richtig gut, sodass wir uns mit großen Schritten frohen Mutes der ersehnten Pause näherten.

Nach einer ausgiebigen mittaglichen Stärkung mit selbstgemachten Leckereien á la Pizzaschnecken, Nudelsalat und Klöpschen, lauschten alle gespannt den Solisten, die ihre einstudierten Stücke aufführten. Tosender Applaus raunte durch den Raum und die viele positive Energie wurde dann direkt für das nächste Stück Oh Happy Day genutzt. Passend dazu wurden wir von der Sonne begleitet, die uns den Nachmittag über gnadenlos ins Gesicht schien. Mit den Proben unserer Tenor/Bass- und Sopran/Alt-Stücke wurde dann allmählich die Kaffepause eingeläutet. Zur Stärkung wurde ein Buffet aus Muffins, Keksen und sogar einer wahnsinns zweistöckigen Torte aufgetischt. Mit Kaffee in der Hand und Gebäck zwischen den Mundwinkeln wurden wir von zauberhafter Musik umgeben, die von einer kleinen Singalong-Session am Klavier erklang.

Auf ging es dann in den letzten Probenblock des Tages, wo wir unter anderem an der Performance für unseren anstehenden Auftritt feilten. Die ausgeklügelten Choreos stießen zunächst noch auf etwas Verwirrung, aber nach ein wenig Übung rockten wir regelrecht über das Pakett.

Ein überaus erfolgreicher Chortag geht zu Ende und gewappnet für unser Konzert am 17.02. ging es ins verdiente Wochenende.

Friedi

Nachdem wir letztes Semester in Rostock bleiben mussten, war es dieses Mal wieder so weit: ab auf Chorfahrt!
Für die meisten ging es am Nachmittag des 2.6. los, einem sehr sonnigen Freitag. Wir haben uns auf zwei Züge aufgeteilt, einen um 15:00 und einen um 17:00 Uhr.

Ein paar Menschen, die meisten aus dem Chorfahrt-Team, waren schon früher da, um sich darum zu kümmern, dass alles reibungslos ablief. Aber um 17:00 kam dann auch schon der erste Schwall Celebratlinge in Greifswald an!
Ich war im zweiten Zug und bekam bis Stralsund auch einen der neueren Regios zu sehen. Zwar gab es nicht immer Sitzplätze, aber wir haben es in vollen Zügen genossen. Als wir ankamen wurden wir von Stefan und Martin begrüßt, die uns mit Gepäck halfen und uns Essens-Chips für ein veganes Abendmahl aushändigten. Wir mussten uns beeilen, da die Küche bald schließen sollte, aber am Ende hatten alle etwas Warmes im Magen und waren gespannt auf die erste Probe der Chorfahrt!

Das erste Stück, was wir lernen würden war schon vielen bekannt, allerdings mit einem etwas anderen Satz. Die Rede ist von Wellerman, einem Sea-Shanty Hit, der 2021 über Tiktok viral ging.
Sopran, Alt und Bass schafften es ohne große Schwierigkeiten, der Tenor haderte allerdings etwas mit einer ziemlich komplizierten Stelle in der Begleitstimme. Über das Wochenende haben wir die dann aber auch noch hinbekommen.
Direkt nach der Probe gab es eine generelle Einführung über Sachen wie WLAN, Essenszeiten und Lautstärke. Zwar sollten wir in dem Flügel des Hauses alleine sein, allerdings gab es auch noch andere Gäste in der Jugendherberge, weshalb wir beim ins-Bett-gehen nachts mit Türen aufpassen sollten. Außerdem wurde ich durch ein faires und unparteiisches Verfahren zum Schreiben dieses Textes bestimmt. Im Anschluss daran wurde das Mörderspiel erklärt, dass sich über die ganze Chorfahrt erstreckte. Stefan hat Karten verteilt, und "die mit dem J" waren "Mörder". Deren Aufgabe war es, alle "Nicht-Mörder" "umzubringen", indem sie neben ihnen standen und etwas wie "wir hatten eine schöne Zeit" sagten. Die Aufgabe aller anderen war es, am Leben zu bleiben und die Mordenden zu entlarven.

Wie das mit der Zeit nun mal so ist, folgte auf den ersten Tag der erste Abend. Während die anderen ein Willkommensspiel spielten, wollte ich kurz herausschlüpfen, um mir etwas zu trinken zu besorgen, da ich vergessen hatte etwas aus Rostock mitzubringen. Nur um herauszufinden, dass Greifswald keinen Späti oder offene Tankstelle nach 9 hat.
Als ich dann allerdings zurückkam, war es Zeit für die erste Mörderrunde! Bei diesen werden mehrere Leute angeklagt, und am Ende wird abgestimmt, ob jemand hängen soll. Am Ende wurde Rebecca als Mörderin entlarvt!

Der Abend war danach in vollem Gange. Der Raum, in dem vorhin noch geprobt wurde, ist zur Bühne geworden, auf der Song für Song Celebrate-Klassiker geschmettert wurden. Da ich noch recht neu im Chor bin und daher nur die Songs des letzten Semesters kenne, war ich meistens aber eher draußen und habe mit ein paar anderen "Stadt-Land-Suff" gespielt. Plötzlich, gegen 2 Uhr morgens, sah ich eine Person, die ich nicht kannte auf der Treppe zum Probenraum. Ein mittelalter Mann, ich kann mich an die Kleidung aber gar nicht mehr so gut erinnern, da ich so von seinen flauschigen Badelatschen gefesselt war.

Er stapfte wutentbrannt die Treppe hinauf, und rief laut "WAS DENKT IHR; WAS IHR HIER EIGENTLICH MACHT? WO SIND DIE ANDEREN?" Woraufhin Stefan und Martin direkt anboten, den anderen zu sagen, dass sie leise sein sollten.
Der Herr schritt allerdings unbeirrt zum Probenraum weiter, öffnete die Tür, und fing an, den Großteil des Chors zusammenzuschreien. "SEID IHR EIGENTLICH BESCHEUERT? ICH HAB ZWEI KLEINE KINDER UNTEN; DIE SEIT STUNDEN NICHT EINSCHLAFEN KÖNNEN EURETWEGEN!!" Das ganze ging etwa zwei Minuten, bis er wieder wutentbrannt die Treppe hinunterstapfte.

Danach war der Abend erstmal durch, die Stimmung war ziemlich gekillt. Wir wunderten uns etwas darüber, warum er nicht schon vor ein paar Stunden da war, oder warum sein erster Schritt direkt zusammenschreien war, aber Antworten sollten wir dann nicht mehr bekommen.
Ich blieb noch etwas mehr als eine Stunde wach, wünschte allen eine gute Nacht, und besuchte die Leute auf meinem Zimmer, die schon seit Stunden schliefen.

Nach einem bisschen Schlaf und einem bisschen Spätstück ging es am Samstag direkt wieder zur Probe. Dieses Mal war Emperors New Clothes von Panic at the Disco dran. Ich fand bei der Einzelstimmenprobe im Tenor heraus, dass die Jugendherbergsleitung einen Fehler gemacht hatte, und der Mann von gestern Abend doch unter uns geschlafen hatte (oder zumindest versucht hatte). Er sei mittlerweile allerdings abgereist, und einem etwas lauteren Samstag stand nichts im Wege. Das Stück selbst ist sehr schön und sorgte bei mir auch den ganzen Tag für Ohrwürmer.

Anschließend war Mittagessen und Freizeit angesagt. Ich beschloss etwas spazieren und einkaufen zu gehen, und traf zufälligerweise auf einen alten Klassenkameraden, den ich schon seit einer Weile nicht mehr gesehen hatte. Als ich zurückkam, war es schon früher Nachmittag. Zwei Teams spielten Volleyball, Spikeball wurde auch gespielt, und eine Menge saßen einfach draußen und redeten. Ich zog mich aufs Zimmer zurück, um mich noch ein paar aufs Ohr zu hauen - der Abend sollte vielversprechend werden, und ich wollte da nicht müde sein! 

Punkt 16:00 ging es dann weiter mit der nächsten Probe. Diesmal waren die Tenor/Bass- sowie Sopran/Alt-Stücke dran. Da ich im Tenor bin, sang ich Carry on Wayward Son mit. Als Fan von Kansas hatte ich mich riesig gefreut als das Stück bekannt gegeben wurde, und war auch dementsprechend enthusiastisch darüber es zu lernen. Der Tenor-Teil an sich war noch ziemlich okay, aber als es dann zum Zusammensetzen mit Bass und Bariton ging, holperte es etwas. Das Stück war nicht einfach, soviel war klar, aber mit ein bisschen Arbeit wird es auch bis zum Konzert sitzen. Nachdem wir dann erstmal mit Wayward Son durch waren, trafen wir uns wieder mit Sopran & Alt, die in der Zwischenzeit Fuck You von Lily Allen (nicht von CeeLo Green, das ist das andere Fuck You) einstudiert hatten. Wir stellten uns gegenseitig beide Songs vor und schon war es Zeit zum Abendessen.

Beim Abendessen dachte ich durch ein Missverständnis, dass ich ermordet wurde (im Mörderspiel). Zwar war das noch nicht der Fall, wurde aber Minuten später bei einer Runde Spikeball auch erledigt. Mittlerweile waren echt nicht mehr viele am Leben, und wir hatten erst 2 Mörder:innen geschnappt. Naja. Auf zu anderen Stücken.

Die ließen nicht lange auf sich warten, die nächste Probe war schon wieder direkt vor der Tür. Als letztes neues Stück für diese Chorfahrt lernten wir Ozean von AnnenMayKantereit, gesetzt in einer sehr schönen Chorfassung. Es ist zwar nicht das komplizierteste Stück, aber mit allen zusammen die Harmonien zu treffen sorgt für Gänsehaut. Ich freue mich immer mehr und mehr auf das Konzert, vor allem wenn wir so schöne Stücke singen!

Schließlich kam der Zeitpunkt, auf den sich die meisten schon lange gefreut hatten: Der Celebrate-Chorfahrt-Spieleabend™! Das Spiele-Team hat uns in Gruppen eingeteilt, die unabhängig voneinander in 5 Minispielen gegeneinander angetreten sind. Dazwischen sollten wir uns einen kreativen Teamnamen ausdenken und ein Wappen zeichnen. 
Unser Team, "Black Parade" hatte am Ende zusammen mit einem anderen Team die meisten Punkte, verlor allerdings im Stechen. Somit verpassten wir den schönen ersten Preis, eine Ausgabe der Wendy. Hier nochmal vielen Dank an das Spieleteam. Die Spiele haben sehr viel Spaß gemacht und wegen der Wappen-Design-Aufgabe hatten wir immer was zu tun! 
Und damit ging es in den Samstagabend über. Im Probenraum wurden wieder Lieder geschmettert, diesmal ohne wütende Gäste, während im Flur davor die Wendy sorgfältig begutachtet wurde. Ich sprang immer wieder zwischen den beiden Räumen hin und her, jedes Mal, wenn ich ein Lied singen konnte, wurde es mitgesungen. Schließlich bekam ich die Bedeutung von "Auch Chorfahrt wird nicht geschlafen" nochmal extra zu spüren, als wir Songs schmetterten bis die Sonne wieder aufging. Gegen 6 fiel ich dann endlich ins Bett, mit einem Wecker in wenigen Stunden.

Der nächste Tag war schon Abreisetag, die Chorfahrt neigte sich bedauerlicherweise schon dem Ende entgegen. Nach einem schnellen Aufräumen der Zimmer und kurzem Frühstück gab es noch einmal eine Probe (diesmal draußen!), wobei wir glücklicherweise aber keine neuen Lieder lernten. Ich war zu verkatert und müde, um die Töne richtig zu treffen. Wir hatten am Ende auch noch die Auflösung des Mörderspiels: Stefan und Shunlei waren noch am Leben, und es fehlte noch eine Mörder:in. Da eine Abstimmung unter den beiden nichts gebracht hätte, überließen wir die Wahl Sofie(?), die während des Spiels unparteiisch war. Sie stimmte für Shunlei und damit hatten leider die Mörder gewonnen.

Es gab noch eine schlechte Nachricht: der geplante Regio, um 13:21, fuhr nicht mehr, und die nächste Verbindung ohne ICE war 2 Stunden später. Glücklicherweise gab es eine Ausnahme, mit der Menschen mit Deutschlandticket auf der Strecke Stralsund-Rostock auch mit ICEs fahren konnten. Wir haben uns dann etwas beeilt beim Mittagessen und waren gegen halb 3 wieder in Rostock. 

Ich war davor noch nie auf einer Chorfahrt, aber ich freue mich schon wieder auf das nächste Semester. Es hat echt riesigen Spaß gemacht, mit euch! Dankeschön nochmal an alle, die mitgeholfen haben, dass alles funktioniert hat, vor allem das Chorfahrt-Team! Bis zum nächsten Mal!

-Sol

Gruppenfoto

 

 

 

Samstagsmorgens, elf Uhr, Stadthalle Rostock. Um den großen weißen Anhänger stehen ein paar mehr oder weniger gut ausgeschlafene Chormitglieder und plauschen mit den Technikern. Der Anhänger wird an die Anlieferungsrampe gefahren und Rollcase um Rollcase wird zügig und fast schon routiniert in den kleinen Saal geschoben – als würden wir nie etwas anderes tun. Dabei ist hier nichts mehr Routine. Denn der 30. Juli ist der Tag des ersten Semesterabschlusskonzerts seit zweieinhalb Jahren.

 

Die Aufregung war schon im Vorfeld groß. Durch Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und Auflagen für Chöre haben wir uns mit Proben online oder einfach im Wald durchgeschlagen. Immer mit dem Ziel, irgendwann wieder auf der „großen“ Bühne auftreten zu dürfen. Konzerte wurden geplant, abgesagt, und wieder neu geplant. Und dieses Jahr sollte es also endlich wieder klappen. Bereits im März hatten wir früher als sonst mit den Proben begonnen und ein großes Repertoire von 20 Liedern erarbeitet. Zum Abschlusskonzert sollte es dann außerdem einige Soli und als Dreingabe einen ganz ungewohnten Stellplan geben. Nach fast drei Stunden Generalprobe am Mittwoch waren alle gespannt, was uns am Wochenende erwarten würde.

 

Der Samstag brach an und alles fühlte sich irgendwie richtig an. Mikrofone wurden montiert, hunderte Meter Kabel gelegt, Lichter installiert und Instrumente aufgebaut. Gegen 14 Uhr trudelte dann langsam der Chor ein und der Soundcheck konnte beginnen. Alle Lieder wurden angesungen und bis alle Sänger:innen, Instrumentalisten, Techniker und die Chorleitung zufrienden waren, war es auch schon 18 Uhr. Danach schnell das Catering plündern und das SVOBU samt Krawatte anlegen (Schwarz Von Oben Bis Unten). Um halb acht begann das Einsingen – und dann ging es auch schon los. Mit „Holding out for a hero“ ging es auf die Bühne, das schmissige „I will sing Hallelujah“ hinterher und die entbehrungsreichen letzten Jahre waren vergessen. Zur zweiten Hälfte wurde dann im Zombie-Style mit „Thriller“ aufgeganen und weil es einfach stimmte wurde das Konzert schließlich mit „Oh happy Day“ beendet. Das war geil. Danach schnell das obligatorische Foto gemacht, alles abgebaut und ab zur Aftershow-Party – bis in den frühen morgen.

 

Kaum waren die Nachwirkungen der Party verkraftet, hieß auch schon, sich auf das Kurkonzert in Waren vorzubereiten. Dieses war in in der Pandemie die einzige Konstante, da wir es auch 2020 und 2021 in Outdoor-Varianten durchziehen konnten. Am 06. August trafen wir uns also am Rostocker Hauptbahnhof und fuhren nach Waren. Am Bahnhof wurden wir abgeholt und zum Kurzentrum gebracht. Nach einem Soundcheck, der wohl die längste jemals gesungene Version von „Oh happy day“ beinhaltete, ging es um 15 Uhr auf die Bühne. Die beiden Martins aus Waren moderierten und wir lieferten eine Stunde Programm. Und weil Tradition nunmal Tradition ist, ging es im Anschluss zum obligatorischen Döner- und Eisessen an den Warener Hafen.

 

Nach Waren war wahrscheinlich für die meisten eine Pause nötig – die nahmen wir uns auch für eine Woche, denn am 21.08. stand der letzte Termin des Sommers in Alt Karin an. Hier waren wir noch nie, dementsprechend gespannt waren wir, was uns erwarten würde. Was uns erwartete, war ein kleines, friedliches Dorf mit einer wunderschönen Kirche. Der Anlass unseres Auftritts war ein Benefizkonzert für das sich im Aufbau befindende Ostseehospiz in Neubukow. Dementsprechend motiviert waren wir, für die gute Sache kräftig Stimmung zu machen. Die Leiterin des Hospizs, Frau Dr. Moritz stellte dem Publikum das Projekt kurz vor und es wurden fleißig Spenden gesammelt. Abgeschlossen wurde der wunderschöne Nachmittag durch ein fantastisches Kuchenbuffet, dessen Erträge ebenfalls dem guten Zweck dienten. Unser Ausflug ins schöne Alt Karin war der perfekte Abschluss eines Semesters, in dem fast alles wieder so war, wie es sein sollte.

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